und maria trat aus ihren bildern und maria trat aus ihren bildern
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marienkalender 2004: und maria trat aus ihren bildern.
31 bilder von maria

8. Mai: Mariä Himmelfahrt 1954

 
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Im religiösen Werk des Künstlers Rudolf Szyskowitz gibt es ein Marienbild, für das er 1956 die Goldene Medaille der Internationalen Biennale kirchlicher Kunst in Salzburg erhalten hat.

Das Bild steht in enger Verbindung zum Gemälde „Leiden Christi und Mariens", aber die Strenge im Formalen (durch die Verwendung der stabartigen Geraden) im Leidensbild, ist hier durch zartere und teils nur angedeutete Richtungslinien in ein Fließen und Schweben der Formen verwandelt. Die Hauptwirkung liegt in der strahlenden Farbigkeit. Maria in leuchtendem Gelb im Zentrum des Bildes wird wie eine Lichterscheinung von drei Engeln emporgetragen.

Die relativ dunklen Violett-, Blau- und Grünnuancen der erahnbaren Engelsgestalten steigern noch das Leuchten der Mariengestalt. Das Schwebende, in den Himmel Aufwärtsstrebende, wird durch die diagonal gesetzten Farbflächen und die sie verstärkenden Kompositionslinien verdeutlicht und auch durch ein von der zentralen Figurengruppe nach außen hin wieder Hellerwerden der Farben in Blau-, Rosa- und Violetttönen, sowie durch Gestirne und Himmelskörper.

Wilfried Skreiner schreibt: „Die leuchtende Strahlkraft der Farben, die schwebende, lockere, formale Behandlung lassen an die große Tradition österreichischer Freskomalerei denken, die in diesem Bild lebendig erscheint …
Maria, als Stern durch Engel in das All zum Vater getragen, als leuchtender Stern unter den Gestirnen, befreit von allem Irdischen, die Apotheose der Gottesmutter und zugleich ihre tiefe Menschlichkeit sind das Thema. Emporschwebend wendet sie ihren Blick voll auf den Menschen zurück, ihr Blick ruht auf uns.
Die erhobene Rechte beweist in Verbindung mit der himmelwärts gerichteten Linken ihre mütterliche Fürsorge und Vermittlung.

»Mariä Himmelfahrt« erweist sich als eines der wichtigsten und glücklichsten Bilder des Künstlers. Es gelang ihm, die Darstellung aus der Tradition heraus in einer ebenso zeitgemäßen wie gültigen Form zu gestalten.

Peter Szyskowitz (aus dem Katalog 2002 der Ausstellung in Vorau)

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Helmut Loder
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